Unsere Arbeit

vom 1. Oktober 2013

Unsere Arbeit

Grundlage ist die Pariser Basis von 1855 (ergänzt durch die Zusatzerklärung des deutschen CVJM-Gesamtverbandes im Jahre 1976): Die Christlichen Vereine Junger Menschen haben den Zweck, solche jungen Menschen miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger und Jüngerinnen sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter den jungen Menschen auszubreiten.

Die Pariser Basis beschreibt das Selbstverständnis der CVJM-Bewegung. Sie formuliert die Grundlagen und Ziele. Sie ist ein geschichtliches Dokument das in die Praxis der jeweiligen Zeit umzusetzen ist. Wichtig bleibt:

Die Bezeichnung Jesu Christi als Gott und Heiland. Er ist nicht nur der Reformer oder das große Vorbild sondern der Herr, dessen Macht Himmel und Erde umspannt. Durch sein Leiden und Sterben hat er die Menschen von der Macht der Sünde befreit. Er macht heil.

Die Verbindlichkeit der Heiligen Schrift. Deshalb ist der CVJM von Anfang an eine Bibel-Bewegung. Bibelarbeit ist seine stärkste Seite.

Die Betonung der Gemeinschaft. Der CVJM ist eine Gemeinschaft, die junge Menschen vereinigen will. Ohne Gemeinschaft gibt es kein Christentum.

Die Ganzheit der Nachfolge. Durch die Bezeichnung Jesu als Meister und dem Ausdruck "Jünger sein im Glauben und Leben" wird die Beschlagnahmung des ganzen Menschen und nicht nur eines Teilbereiches durch Jesus deutlich gemacht. Das rote Dreieck, das Symbol der weltweiten CVJM-Arbeit, will das verdeutlichen: Der CVJM möchte junge Menschen in ihrer Ganzheit nach Leib, Seele und Geist zu einer christusorientierten Lebensgestaltung verhelfen.

Der Auftrag zur Ausbreitung des Reiches Gottes. Zusammen mit der ganzen Kirche Jesu Christi soll sein Reich ausgebreitet werden. Dazu gehört nicht nur die Missionspredigt sondern auch die Verpflichtung am Ende des Missionsbefehls Jesu: Lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.

Organisation 

 

Weil geistliches Leben eine Form und Ordnung haben muß, wenn es nicht verkümmern oder in Schwärmerei ausarten soll, ist der CVJM eine Institution mit Statuten und Satzungen.

Er ist als Verein organisiert. Denn jeder Christ, nicht nur die ordinierten Amtsträger, ist von Gott begabt und befähigt, auf seine Weise am Bau der Gemeinde Jesu in dieser Welt beizutragen. Dahinter steckt das allgemeine Priestertum aller Gläubigen. Für Christen ist die Mitgliedschaft nicht nur eine formale Zugehörigkeit sondern Bekenntnis zur christlichen Gemeinschaft und zum Sendungsauftrag. Indem die Leitung einem Vorstand übertragen wird, der sich überwiegend aus bewährten und erfahrenen Laien zusammensetzt, und die Jugendarbeit von einer Vielzahl ehrenamtlicher Mit-arbeiter/innen ausgeführt wird, macht der CVJM als Laienbewegung ernst mit dem mündigen Christsein.

Gleichzeitig ist der CVJM eine Mitgliederbewegung. Durch die freiwillige Mitgliedschaft soll jungen Menschen eine Hilfe zu verbindlicher Lebensführung geboten werden. Wer als Mitglied beitritt identifiziert sich mit diesem Verein. Die Mitgliedschaft bietet eine Vorstufe zu verantwortlicher Mitarbeiterschaft. Neben diesem pädagogischen Gesichtspunkt gibt es auch einen gesellschaftspolitischen Aspekt des Mitgliedergedankens. Unterschiedliche Menschen aus allen Schichten mit verschiedenen politischen Anschauungen und jeden Alters begegnen sich. Schließlich bietet die Vereinsform die Möglichkeit, sich in demokratische Strukturen einzuüben.

Die örtlichen Vereine eines Bezirkes, meistens identisch mit dem Dekanat, sind im Kreisverband zusammengefaßt. (Der CVJM Eberstadt gehört zum CVJM Kreisverband Starkenburg.) Die Kreisverbände wiederum in Bünden oder Landesverbänden. Diese sind Mitglieder des deutschen Gesamtverbandes. Etwa 90 Nationalverbände gehören dem Weltbund mit Sitz in Genf an. (Gesamtverband 260 000 Mitlieder, Weltverband etwa 25 Millionen)

 

Stellung der CVJM-Arbeit in der Kirche 

 

Der CVJM ist eine ökumenische Organisation. In Deutschland hat er sich historisch als evangelische Jugend entwickelt.

In der Kirche, mit der Kirche, aber nicht unter der Kirche.

  • CVJM-Mitglieder beteiligen sich am gemeindlichen Leben, wobei dem Gottesdienst besondere Bedeutung zukommt.
  • Der CVJM geht mit der Kirche, wie ihm dies von seinem missionarischen Auftrag her geboten ist und ein partnerschaftliches Miteinander seitens der Kirche erwünscht ist.

  • In der rechtlichen und organisatorischen Selbständigkeit als Verein, sieht der CVJM die beste Möglichkeit, seinen besonderen jugendmissionarischen Auftrag auszuführen.

An vielen Orten betreibt der CVJM im Auftrag des Kirchenvorstandes die gesamte Jugendarbeit der Gemeinde. Die Jugendarbeit geschieht in der Regel in Räumen der Kirchengemeinde und mit ihrer finanziellen Unterstützung. Die Unabhängigkeit des CVJM wird dadurch jedoch nicht aufgegeben.

Der gemeindebezogene CVJM ist die häufigste Form der Arbeit des Westbundes. In unserem Kreisverband sind außer Eberstadt alle Vereine in der Gemeinde tätig. Zum CVJM Kreisverband Starkenburg gehören:

CVJM Arheilgen, Biblis, Bickenbach, Eberstadt, Hähnlein, RaunheimReichelsheim, Reinheim, Seeheim, Stockstadt, Zwingenberg und der Posaunenchor NiederRamstadt.